Altpräsi-Anlass: Besuch Tellswerkstatt Gersau

Ein munteres Trüppchen folgte dem Aufruf unseres Altpräsi Armin. Auf dem Programm standen Kultur, Kulinarik und Karneval. Nach der kurzen Fahrt mit dem Schiff nach Gersau, wurden wir von Sepp Steiner Tell in die Geheimnisse des Armbrust-Bau eingeführt. Beim anschliessenden Zielschiessen bewies uns Rolf, dass er nicht nur mit dem Colt umgehen kann. Nach dem gemütlichen Apéro mit Gersauer Käsekuchen ging’s weiter nach Ibach in den Circolo Italiano zum leckeren Nachtessen und dann ab an die Ibächler-Fasnacht. Alles in Allem – frei zitiert nach Armin – „ein feinessender und gutrinkender Anlass“.

 

 

Giornico 14.06.14

Ein schöner Tag.  Sommertag. Frühlingsanlass.  Die WM 3 Tage alt. Wir zwischen 42 und 46 Jahre. Einer der Älteren kam genau um 0900 am Bahnhof in Seewen an. Die SBB fährt uns nach Faido. Der Bus fährt nach Giornico. Wo es es Spuren von Besiedlung aus der Zeit 5000-1800 vChr gibt. Um 700 vChr kamen dann dort ein paar Leute mehr an. Anyhow. Der Bus hält an der Haltestelle Giornico Paese. Paese verwechseln viele Leute mit Pugliese. Vielleicht gibt es eine ethnologische Verbindung. Aber wir wissen es nicht. Vielleicht weil ein Pugliese erzählt niemals Käse. Aber wie dann der Käse auf die Pasta kam? Eben Putty download file to desktop , wir haben keine Ahnung. Zum Glück gibt es in der Nähe die Trattoria. Merlot Bianco. Dann gehen wir in das ehemalige Regierungsgebäude der Urner. Casa Stanga. Am 28. Dezember 1478 besiegten die Innerschweizer die Mailänder in Giornico. Das Schlachtlied soll folgendermassen geklungen haben „Zimmetschtärn hani gärn, Mailänderli au!“. Es gibt keine Ton-Dokumente. Das Museum der Leventina aber hat viele andere Dokumente, Zeugnisse und Geschichten über das Leben in diesem Tal. Signora Isolina Giudice, dieser Name gehört zu Giornico wie Gwerder zu Muotathal, führt uns engagiert durch das Museum. Sie spricht ziemlich gut deutsch, aber eloquent wäre das bessere Wort. Das Museum ist erst vor Wochen neu eröffnet worden. Wir sind eine der ersten Gruppen in diesem Museum. Das hat das Organisationskomitee gewusst! Wo wir vorher den Merlot Bianco getrunken haben, nehmen wir zwei Bier, die andere Hälfte wieder einen Merlot Bianco. Vorbei an einer Katze auf einem Sims gehen wir über die Brücke. Der Ticino fliesst durch das Dorf. San Nicolao sehen wir. Es ist ein schöner Anblick. Die Kirche soll um 1180 gebaut worden sein. Die üppige Vegetation in diesem Dorf,  schon ewig dort, hält die im gesamten sieben Kirchen sanft wie ein Osternest. San Nicolao ist eine romanische Kirche. Unten Dämonen in Stein gehauen, oben das Göttliche. Krypta und Altar offenbaren sich zusammen. Ein Bild der Dreifaltigkeit, das später von der Kirche Rom überall verboten wurde, wegen seiner erschreckenden Art, ist immer noch an der Wand. Es ist ein magischer Ort. Jemand hat mal geschrieben, wäre der Ort nicht so magisch, hätten die Eidgenossen vielleicht nicht gewonnen. Anyhow. La Pergola, ist auch magisch. Tessinerplatte und Ossobuco mit Polenta und Rotwein aus der Biascina. Der Bus nach Faido und die SBB nach Seewen bringen uns ins Clovers Pup. Wir verfolgen wie die Costaricaner  die Urugayaner besiegen . Zu diesem Zeitpunkt hat niemand eine Ahnung, wie sich Uruguay weiter schlagen würde. Im Hirschen sehen wir Italien gegen England. Zu diesem Zeitpunkt hat niemand eine Ahnung wie sich Italien weiter schlagen würde. Aber – zu diesem Zeitpunkt war uns das alles egal.